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I
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Begriffserläuterung
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| Idealkonkurrenz |
Tateinheit
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Identität
nicht sofort
feststellbar
[§ 127 I 1 StPO] |
Der Name des
Betroffenen ist nicht bekannt und Angaben zur Person
werden verweigert oder sind nicht nachprüfbar.
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| Identitätsirrtum
[§ 16] |
error
in
persona vel in obiecto
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Identitätstäuschung
[§ 267] |
unechte
Urkunde
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im
Stich lassen
[§ 221 I Nr. 2] |
Jedes
Verhalten, durch das der Täter die Beseitigung einer bereits
vorhandenen hilflosen Lage unterlässt, obwohl ihm dies
tatsächlich
möglich und
zumutbar ist.
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in
dubio pro reo
(iudicandum est) |
(lat.)
„Im Zweifel (ist) zugunsten des Angeklagten (zu
urteilen).“
Fundamentalprinzip des Strafrechts, wonach straflos ist, wessen
Schuld nicht zweifelsfrei feststeht und wer daher
möglicherweise
unschuldig ist. Der Zweifelssatz gilt für alle Tatsachen, die
eine für
den Schuldspruch bedeutsame Voraussetzung betreffen.
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| Inadäquanz |
Kausalverlauf
oder Schaden, der so sehr außerhalb aller Erfahrungen
liegt, dass mit ihm vernünftigerweise nicht gerechnet zu werden
brauchte. Bei der Vorsatztat entfällt mit der Lit. mangels
Risikozusammenhangs
die objektive Zurechnung,
während die Rspr.
die subjektive Zurechenbarkeit
verneint. Bei der
Fahrlässigkeitstat
entfällt bei Inadäquanz des Kausalverlaufs oder
Schadens schon
die objektive Vorhersehbarkeit und damit die Sorgfaltswidrigkeit.
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Inbrandsetzen
[§§ 306 ff.] |
Handlung,
durch die eine Sache oder ein zumindest nicht völlig
unwesentlicher
Bestandteil derselben so vom Feuer ergriffen ist, dass
sie auch nach Entfernen oder Erlöschen des Zündstoffs
selbstständig
weiterbrennen kann.
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Ingebrauchnehmen
[§ 248 b] |
Beherrschung
des Fahrzeugs unter Einwirkung der zur Ingangsetzung
und Inganghaltung geeigneten Kräfte, nicht notwendig
des technischen Antriebs, und Benutzung als Fortbewegungsmittel.
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Ingerenz
[§ 13] |
Fallgruppe des
Überwachungsgaranten. Wer durch seine frühere
Handlung oder durch sein Vorunterlassen die Gefahr für den
Eintritt
schädlicher Erfolge geschaffen hat, ist verpflichtet, die
Schäden
zu verhindern, wenn das Vorverhalten eine Gefahrerhöhung
für den Schadenseintritt begründet hat und
pflichtwidrig war, also
nicht zu den allgemeinen als sozial üblich anerkannten
Verhaltensweisen
gehört hat oder nicht durch einen Rechtfertigungsgrund
erlaubt war.
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Inlandsbeschränkung,
tatbestandsimmanente
[§§ 3 ff.] |
Vorfrage der
Anwendbarkeit deutschen Strafrechts bei Auslandstaten,
die dann zu verneinen ist, wenn der infrage kommende
deutsche Straftatbestand nur Rechtsgüter des Inlands erfasst,
z.B.
die Staatsschutztatbestände der §§ 80 ff.,
die Angriffe gegen ausländische
Staatstätigkeit grds. nicht betreffen.
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Inverkehrbringen
[§§ 146 ff.] |
Der
Täter muss seine bisherige Verfügungsgewalt an dem
Tatobjekt
(Falschgeld) vollständig aufgegeben haben, sodass ein anderer
tatsächlich in die Lage versetzt wird, sich des Tatobjekts zu
bemächtigen
und mit ihm nach eigenem Belieben umzugehen.
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Irrtum
[§§ 16, 263] |
Jede
Fehlvorstellung über
Tatsachen, entweder in der Form der
irrigen Annahme einer tatsächlich nicht vorhandenen Tatsache
oder der Unkenntnis einer tatsächlich vorhandenen Tatsache.
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Irrtumsprivileg
des Staates |
strafrechtlicher
Rechtmäßigkeitsbegriff
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isolierte
Beweismittelfiktion
[§ 164] |
verdächtigen
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| iterative
Tatbestandserfüllung |
Erscheinungsform
tatbestandlicher
Bewertungseinheit durch
wiederholte Vornahme derselben Tathandlung.
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|
J
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juristisch-ökonomischer
Vermögensbegriff |
Vermögen
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|
K
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| Kausalabweichung |
Unwesentliche
Kausalabweichung
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| Kausalität |
Objektives
Tatbestandselement jedes
Erfolgsdelikts, das die na-
turgesetzlich-logische Verknüpfung zwischen Tathandlung und
-erfolg beschreibt. Kausalität wird ermittelt nach der
conditio
sine qua non-Formel.
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Kausalität
beim
Begehungsdelikt |
conditio
sine qua non-Formel
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„Kausalität”
beim
Unterlassungsdelikt
[§ 13] |
Da
Untätigkeit keine tatsächliche
Umweltveränderung herbeiführen
kann, wird die conditio sine qua non-Formel
beim unechten
Unterlassungsdelikt abgewandelt.
(Quasi-)Kausal ist die Nichtvornahme der gebotenen Handlung,
wenn sie nicht hinzugedacht werden kann, ohne dass der konkrete
Erfolg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entfiele.
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Kettenteilnahme
[§§ 26, 27, 30] |
Kombination
mehrerer Teilnahmehandlungen verschiedener Personen
an derselben Haupttat. Die Strafbarkeit beurteilt sich nach
dem schwächsten Glied der Kette, sodass Anstiftung zur Beihilfe
und Beihilfe zur Anstiftung letztlich nur Beihilfe zur Haupttat bleiben.
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| Klammerwirkung |
Begründung
einer rechtlichen Handlungseinheit,
wenn sich als
solche selbstständige Delikte jeweils in ihren
Ausführungshandlungen
mit einer dritten, bei konkreter Betrachtung des Strafrahmens
annähernd wertgleichen Tat überschneiden.
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| Koinzidenzprinzip |
Simultaneitätsprinzip
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Kollektivbeleidigung
[§§ 185 ff.] |
Ehrverletzung
einer Personenmehrheit unter einer Sammelbezeichnung,
wenn diese genau abgrenzbar ist, eine rechtlich anerkannte
Funktion erfüllt und einen einheitlichen Willen bilden kann.
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kollektive
Rechtsgüte |
Synonym:
Universalrechtsgüter. Jedes Rechtsgut, das Gegebenheiten
der Allgemeinheit betrifft, die das friedliche Zusammenleben
aller in der Rechtsgemeinschaft unter Wahrung ihrer Grundrechte
gewährleisten.
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Konkurrenzen
[§§ 52 ff.] |
Für
die Fassung des Schuldspruchs und für die Strafzumessung
bedeutsames
Verhältnis mehrerer von derselben Person verwirklichter
Delikte.
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Konnivenz
[§ 357] |
(lat.)
„Nachsicht“. Beschreibung des Tatbestands der
Verleitung eines
Untergebenen zu einer Straftat.
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| Konsumtion |
Auffangprinzip
der Gesetzeskonkurrenz, das
eingreift, wenn we-
der Spezialität noch Subsidiarität vorliegt,
jedoch ein bestimmtes
Strafgesetz trotz an sich anderer Schutzrichtung neben
einem anderen Strafgesetz üblicherweise mitverwirklicht ist und
wenn mit der Bestrafung aus dem vorrangigen Gesetz auch die andere
Gesetzesverletzung abgegolten ist. Man spricht auch von mitbestrafter
Begleittat.
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| Konvergenzdelikt |
notwendige
Teilnahme
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Körper
eines
Verstorbenen
[§ 168] |
Leichnam,
dessen Individualität noch erkennbar ist (woran es bei
Verwesung oder Skelettierung fehlt) und der nicht Gegenstand des
Rechtsverkehrs geworden ist (anders z.B. bei Anatomieleichen).
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körperliche
Misshandlung
[§ 223 I, 1. Alt.] |
Jede
üble und unangemessene Behandlung, durch die das
körperliche
Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur
unwesentlich beeinträchtigt wird.
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Kreditkarte
[§ 266 b I, 2. Alt.] |
Zahlungskarte
mit Garantiefunktion im 3-Partnersystem.
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kriminologische
Indikation
[§ 218 a III] |
Rechtfertigungsgrund
für Schwangerschaftsabbruch, wenn die
Schwangere nach ärztlicher Erkenntnis Opfer einer Straftat gem.
§§ 176–179 ist und die Schwangerschaft
darauf beruht.
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| kumulative
Kausalität |
Mehrheit von
ineinander greifenden Ursachen, die erst durch ihr
Zusammenwirken den Erfolg bewirken. Hier ist nach der
conditio
sine qua non-Formel jede Handlung ursächlich.
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