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L
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Begriffserläuterung
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| Lagertheorie |
Dreiecksbetrug
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Lähmung
[§ 226 I Nr. 3] |
Erhebliche
Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit eines
Körperteils,
die den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht.
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lebensgefährdende
Behandlung
[§ 224 I Nr. 5] |
Jede
Einwirkung, die generell – wenn auch unter
Berücksichtigung
des Einzelfalls – geeignet ist, das Opfer in Lebensgefahr zu
bringen.
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Lehre
von den
negativen Tatbestandsmerkmalen |
M.M. im
Schrifttum, die Tatbestand und Rechtswidrigkeit zu einem
Gesamtunrechtstatbestand zusammenfasst und nach den positiven
Tatbestandsmerkmalen das Nichtvorliegen von
Rechtfertigungsgründen
als Unrechtsausschlüsse und damit als negative
Tatbestandsmerkmale prüft.
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Lehre
von der
objektiven Zurechnung |
Objektive
Zurechnung
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Leibesfrucht
[§§ 218 ff.] |
Jedes lebende
menschliche Wesen im Entwicklungsstadium nach
Abschluss der Einnistung in der Gebärmutter bis zum Beginn der
Eröffnungswehen der Schwangeren.
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leichtfertig
[§§ 15, 18, 239 a III, 251,
261 V] |
Gesteigerte
Form der Fahrlässigkeit, die Voraussetzung vieler
Erfolgsqualifikationen
und der Geldwäsche ist. Leichtfertigkeit liegt
vor, wenn der Täter handelte, obwohl sich ihm der
tatbestandliche
Erfolg geradezu aufdrängte und er diesen aus besonderer
Gleichgültigkeit
oder Unachtsamkeit außer Acht ließ. Der
Täter muss sich
in frivoler Rücksichtslosigkeit über die klar
erkannte Möglichkeit
der Tatbestandsverwirklichung hinweggesetzt oder eine besonders
ernst zu nehmende Pflicht verletzt haben.
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Leistungsautomat
[§ 265 a I, 1. Mod.] |
Automat
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limitierte
Akzessorietät
[§§ 26, 27] |
Bei Anstiftung
und Beihilfe muss nur eine vorsätzliche und rechtswidrige,
nicht notwendig schuldhafte Tat eines anderen vorliegen.
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List
[§§ 234, 234 a, 235] |
Verhalten, das
darauf abzielt, durch Verbergen der wahren Absichten
oder Umstände die Ziele des Täter durchzusetzen.
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löschen
[§§ 274 I Nr. 2, 303 a] |
Nicht
wiederherstellbares, vollständiges Unkenntlichmachen von
Daten.
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lucrum
ex negotio
cum re [§§ 242, 249] |
(lat.)
„Gewinn aus dem Geschäft mit der Sache“,
der nur in engen
Ausnahmefällen
funktionsspezifischer Sachwert ist.
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lucrum
ex re
[§§ 242, 249] |
(lat.)
„Gewinn aus der Sache“ zur Abgrenzung der
Zueignung(
sabsicht) von Bereicherung(sabsicht).
Gegenbegriff ist der
grds. von der Zueignung nicht mehr erfasste
lucrum ex negotio
cum re.
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M
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Manifestationstheorie
[§ 246] |
Auslegung der Zueignung, wonach schon die
Manifestation des
auf Zueignung gerichteten Willens für die Tatvollendung
genügt,
ohne dass es auf den Vollzug der Aneignung oder Enteignung ankommt.
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materielle
Subsidiarität |
Subsidiarität
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medizinisch-soziale
Indikation
[§ 218 a II] |
Unzumutbare
und nicht anders als durch Schwangerschaftsabbruch
zu beseitigende Gefahr für Leben oder Gefahr schwerwiegender
Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen
Gesundheitszustands
der Schwangeren.
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| mehraktiges
Delikt |
Straftatbestände,
deren Verwirklichung mehrere Handlungen er-
fordert und die der Gesetzgeber damit zu einer
tatbestandlichen
Bewertungseinheit verbunden hat (z.B. Raub, § 249).
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Mensch
[z.B. §§ 185 ff., 201 ff.,
211 ff., 223 ff., 239, 240] |
Jedes menschliche Individuum vom Beginn seiner (Lebend-) Geburt
bis zu seinem Gesamthirntod.
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Missbrauch
[§ 266 I, 1. Alt.] |
Handeln im
Rahmen des rechtlichen Könnens
(Außenverhältnis)
unter Überschreitung des rechtlichen Dürfens
(Innenverhältnis).
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| mitbestrafte
Begleittat |
Konsumtion
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| mitbestrafte
Nachtat |
Erscheinungsform
der Gesetzeskonkurrenz bei Handlungsmehrheit,
wonach eine Rechtsgutverletzung im Verhältnis zu der
durch die vorangegangene Straftat geschehenen Rechtsgutverletzung
keinen selbstständigen Unwertgehalt mehr hat.
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| mitbestrafte
Vortat |
Erscheinungsform
der Gesetzeskonkurrenz bei Handlungsmehrheit,
wonach die Strafbarkeit eines vorbereitenden Delikts
entfällt, wenn dessen Unrechtsgehalt durch ein später
begangenes
mitumfasst wird.
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Mitfahrer
[§ 316 a] |
Jede im
Fahrzeug befindliche Person, solange eine andere Person
Führer eines Kraftfahrzeugs ist.
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Mittäter
[§ 25 II] |
Mehrheit von
Personen, die die Vorsatztat gemeinschaftlich begehen.
Voraussetzung ist ein gemeinsamer Tatplan, mindestens ein
vom Vorsatz umfasster Mitwirkungsbeitrag, der entweder nach
dem Kriterium des
Täterwillens oder der
funktionellen
Tatherrschaft
die Gleichrangigkeit der Mitwirkung neben den anderen
Tatausführenden begründet.
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mittelbarer
Täter
[§ 25 I, 2. Alt.] |
Person, die
eine Vorsatztat dadurch begehen lässt, dass sie die Vornahme
der Tathandlung durch einen anderen veranlasst oder fördert,
dessen Handeln ihr aufgrund von
Willensherrschaft oder
Organisationsherrschaft wie eigenes zurechenbar ist.
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Mitwirkung
eines
anderen Bandenmitglieds
[§§ 244 I Nr. 2,
250 I Nr. 2] |
Zusammenwirken
eines Bandenmitglieds, unabhängig von seiner
Tatortanwesenheit, mit einem anderen Bandenmitglied i.S.d.
§§ 25-27. Die Wegnahmehandlung kann dabei auch von
einem
Nichtmitglied ausgeführt werden, wenn im Übrigen nach
den vorgenannten
Grundsätzen 2 Bandenmitglieder an der Tat mitwirken
und wenigstens einem von ihnen die Tatausführung des
Nichtmitglieds
als Täter zuzurechnen ist.
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modifizierte
Zueignungsabsicht |
Absicht,
sich den Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten.
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modifiziertes
Einverständnis
[§ 242] |
Fiktion des
Einverständnisses des Gewahrsamsinhabers, der sich
der Gewahrsamsübertragung durch einen Warenautomaten bedient.
Hier ist das „mechanisierte
Einverständnis“ nur dann wirksam,
wenn der Warenautomat mit den dafür vorgesehenen
Zahlungsmitteln
bedient wird, der Ausgabemechanismus fehlerfrei
funktioniert und unbeeinflusst in Gang gesetzt worden ist.
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Mordlust
[§ 211 II] |
Subjektives
Mordmerkmal: Die Tötung des Opfers bildet den einzigen
Zweck der Tat, insbes. wenn allein aus der Freude an der Vernichtung
eines Menschenlebens getötet wird.
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mutmaßliche
Einwillligung |
Gewohnheitsrechtlicher
Rechtfertigungsgrund, subsidiär gegenüber
einholbarer Einwilligung und unanwendbar bei
geäußertem
entgegenstehendem Willen. Der Handelnde muss aus ex ante-
Perspektive in Übereinstimmung mit dem zu vermutenden Willen
des Rechtsgutträgers gehandelt und nach gewissenhafter
Prüfung
die Absicht besessen haben i.S.d. Einwilligungsberechtigten zu
handeln.
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